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L.A.Times - Leipoldinho - 15.03.2019


Kaderumbruch bei den Clippers


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Draft und Free Agency sind beendet und die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen auf Hochtouren, für die Dirk Nowitzki bereits die Richtung vorgibt. Nach den Conference Finals in der abgelaufenen Spielzeit, soll es im nächsten Anlauf weiter nach oben gehen. Doch sieht man sich den Kader an, wirkt er wie ausgewechselt, zwar sind die beiden Frontcourt Stars Nowitzki und Al Jefferson weiter mit an Board, auf den restlichen Positionen hat sich das Team der Clippers aber extrem gewandelt.
Gerade den Abgang von Gerald Wallace, der in Zukunft für die San Antonio Spurs auflaufen wird, wird man nur sehr schwer auffangen können. Die vielen Neuzugänge werden die Teamchemie deutlich verändern, aber Veränderung kann eben auch Fortschritt bedeuten.

General Manager Leipoldinho äußerte sich am gestrigen Abend auf einer Pressekonferenz zu den Neuzugängen:
,,Mit Michael Redd konnten wir einen All-Star von den Raptors verpflichten, der zusammen mit Nowitzki und Jefferson ein spannendes Dreigestirn bilden wird, welches schwer zu verteidigen sein sollte. Darüber hinaus wechselt Jeff Teague nach Kalifornien, um die Rolle von Andre Miller zu übernehmen und die ersten Trainingseindrücke zeigen, dass er die großen Fußstapfen ausfüllen kann. Der offene Startingspot des Small Forward ist noch nicht vergeben, da wird erst die Saison zeigen, wer am besten für diese Rolle geeignet ist.
Wir haben den Kader deutlich verändert, aber das Ziel bleibt weiterhin, einen tiefen Playoff- Run zu starten, dennoch wird das Team bei den zahlreichen Neuzugängen, etwas Zeit benötigen, um sich zu finden. Zu den Playoffs, da bin ich optimistisch, sollte dieser Prozess abgeschlossen sein."

Doch vor Saisonbeginn gab es bereits das ein oder andere Störfeuer. So haben sich Dirk Nowitzki (Knöchelverstauchung) und Jeff Teague (Schulterprellung) verletzt und werden zu Beginn der Preseason nicht zur Verfügung stehen. Desweiteren kam es zu einem gewaltigen Shitstorm gegen Evan Turner, dem 12.Pick des diesjährigen Drafts.
Es wurden in den sozialen Medien Bilder veröffentlicht, auf diesen Turner in privaten Sommer- Workouts in einem Lakers Trikot trainiert. (Anm.: Hometown Lakers ;))
Das dieser Fehltritt nicht gerade zu großer Beliebtheit bei den Clippers Fans führt, wenn ein Spieler das Trikot des Stadtrivalen trägt, hat der Rookie wohl nicht bedacht. Es bleibt abzuwarten, ob sich Turner auf dem Weg in die Rotation davon beeindrucken lässt.

Zugänge zur Saison 2010:
Michael Redd (Raptors), Jeff Teague (Heat), Bostjan Nachbar (Heat), Wesley Johnson (Draft), Evan Turner (Draft)Jarry Stackhouse (Kings), Thabo Sefolosha (Grizzlies), Nate Robinson (Pacers), Delonte West (Mavericks), Robert Traylor (Wizards)

Abgänge:
Chase Budinger (unbekannt), Jonas Jerebko (Warriors), Jodie Meeks (Nets), Toney Douglas (Nets), Gerald Wallace (Spurs), Richard Jefferson (Jazz), Dajuan Wagner (Pistons), Andre Miller (Warriors)



RE: L.A.Times - TifosiUltra - 15.03.2019

Schöner Artikel! Starke Offseason, gute Jungs reingeholt - bin sehr gespannt auf die "neuen" Clippers!


RE: L.A.Times - Sandman - 18.03.2019

Schöne Sache. Leider spielt Dirk immer noch im falschen Team. ;)


RE: L.A.Times - black - 18.03.2019

Stimmt, noch immer nicht bei den Bucks...! :D


RE: L.A.Times - Leipoldinho - 21.05.2019


News zum Saisonstart


Der erste Monat der neuen Saison ist gespielt und die Liga erlebt bereits zahlreiche Überraschungen. So haben die Raptors wohl vergessen, dass sie eigentlich noch im Rebuild sind und schlagen den Titelverteidiger aus Portland in dessen Arena, aber das blieb nicht der einzige Sieg. 15 Siege aus 18 Spielen stehen auf dem Konto, bei gerade einmal 5 Heimspielen. Den Grund dieses Siegesrausches des Teames um Jay Williams, angeblich ein Top 8 PG der Liga, beleuchten wir später.

Auch die Hawks, die im vorletzten Draft ihren Franchiseplayer Paul George mithilfe des ersten Picks nach Atlanta lotsen konnten, liegen dichtgefolgt auf dem 3.Platz im Osten, nachdem man in der letzten Saison noch knapp die Playoffs verpasst hat. Mit Jason Richardson konnte eine große Lücke im Team in der Free Agency gestopft werden, Paul George hat den nächsten Schritt gemacht und Richard Hamilton bringt Power von der Bank. So nehmen derzeit die beiden Lottery Teams der letzten Saison, den großen Favoriten des Ostens, die Charlotte Hornets, in die Zange.

Blickt man in den Westen fallen insbesondere zwei Teams ins Auge. Die Dallas Mavericks, Conference Finalist der letzten Saison, haben ihren Start verpatzt. Mit einer Bilanz von 5-9 würden man derzeit den Sprung in die Playoffs verpassen, aber die Saison ist noch lang und der erfahrene GM wird sicher noch den ein oder anderen taktischen Kniff bereit halten, um die Bilanz aufzubessern. Aber was ist der Grund für den Abschwung in Texas. In der letzten Saison gab es zahlreiche Verletzungen, auch von Franchise Player Deron Williams und Small Forward Luke Walton, diese konnten jedoch im System der Mavs kompensiert werden. Doch wurde vor dieser Saison Center Dalembert abgegeben, war dieser für das System der Mannschaft sogar noch wichtiger als Deron Williams, schaut man im Moment auf die Bilanz, scheint er das wohl gewesen zu sein.

Überraschenderweise die zweitbeste Bilanz im Westen haben im Moment die Phoenix Suns, obwohl sie mit Gilbert Arenas einen ihrer absoluten Stars in der Free Agency verloren haben, der jetzt in Milwaukee rumdümpelt und fleißig Turnover fabriziert. Aufgefangen hat diesen Abgang Kemba Walker, der als Rookie bereits das ein oder andere Ausrufezeichen setzen konnte. In Arizona ist Scoring Trumpf, den die Defense, ist gerade nach der Verletzung von Kirilenko, eher im unteren Drittel anzusiedeln. An Tagen, wenn die Maschinerie richtig in Fahrt kommt, bringt man sogar die Hornets ins Wanken und die Clippers zum Fallen. Das Duo Navarro und Walker sollte für einen langen Playoff Run nicht ausreichen, aber daher der Westen derzeit dem Osten qualitativ hinterherhinkt, sollte Walker den Suns den ein oder anderen Sieg mehr aufs Tableau zaubern können.


Das wichtigste Team für unsere Leser aus Los Angeles sind aber natürlich die Clippers, die sich nach einem miserablen 3-5 Start erholen konnten. 7 Siege in 8 Spielen spülten sie auf die dritte Position im Westen. In der Offseason gab es aus Capgründen kaum Neuzugänge, im Draft konnten Jan Vesely und Robin Benzing gezogen werden, die aktuell noch eine Zuschauerrolle einnehmen. Als erfahrener Postdefender konnte Kwame Brown aus Charlotte verpflichtet werden und dieser erfüllt seine zugewiesene Rolle von Anfang an herausragend. Hatte man in der letzten Saison noch große Probleme mit der Defense innerhalb der 3er Linie, scheinen die wie weggezaubert. Aktuell sind die Wurfquoten der gegnerischen Teams nur bei den Miami Heat schlechter. Problematisch aktuell scheint nur die Verletzung von Shooting Guard Michael Redd zu sein, er wird dem Team noch einige Tage fehlen, so muss insbesondere Veteran Elton Brand deutlich mehr Minuten abreißen, im letzten Spiel gegen die Bucks spielte er gleich über die volle Spielzeit ohne nur eine Minute auf der Bank Platz zu nehmen.

Kommen wir nun zurück zum Anfang des Artikels, warum insbesondere die Raptors und die Hawks so Erfolgreich in die Saison gestartet sind. Die Raptors weisen im Moment die beste Dreierquote auf, insbesondere Jay Williams und Kawhi Leonard treffen wie sie wollen, dass dürfte aber über die Saison etwas abkühlen. Der eigentliche Grund ist eher in der Defense anzusehen.
In der Liga gibt es die klare Tendenz auf das Outside Shooting zu setzen, es wird also lieber von draußen abgedrückt, bevor man den Ball in die Zone abgibt und den Frontcourt arbeiten lässt. Am Perimeter verteidigen die Raptors (.318) und Hawks (.325) im Moment mit Abstand am besten in der Liga. Das heißt der Ligatrend spielt den beiden Emporkömmlingen in die Karten. So ist die Defense der Raptors innerhalb der 3er Linie nur durchschnittlich (.466) außerhalb wie bereits erwähnt hingegen Elitär. Das gleiche Bild zeichnet sich bei den Hawks ab, bei denen innerhalb der Dreierlinie .467 der Würfe den Weg in den Korb finden. Will man den beiden aufstrebenden Teams also ein Bein stellen, sollte der Ball in Korbnähe gebracht werden, denn da sind Sie anfällig. 

In der nächsten Woche in der L.A.Times, wie schlägt man die Hornets und Curry und warum die Trailblazers den dritten Titel in Folge verpassen werden. Dazu eine Homestory von Robin Benzing, wie er sich in seiner neuen Heimat Los Angeles zurecht findet.


RE: L.A.Times - ColaMix - 21.05.2019

Geil! *hust Statistik Nerd hust*


RE: L.A.Times - Leipoldinho - 12.06.2019


Der Ost-West Spezialreport


Blickt man auf die Bilanzen der beiden Conferences, erkennt man gravierende Unterschiede in der Anzahl an Siegen zwischen Ost und West. Braucht man im Osten des Landes eine knapp positive Bilanz, um in der Postseason dabei zu sein, reicht diese im Westen bereits für den Heimvorteil. Der Osten scheint in der Breite, also deutlich stärker zu sein.

Wie sich die Spitzenteams gegeneinander schlagen werden, wird man erst in den Championship Finals sehen. Die letzten drei Titel gingen aber allesamt an West- Teams und das prestigeträchtige Allstar Game ging mit 136:109 deutlich an den Westen. In Sachen Topteams, Titelchancen und Star Power der einzelnen Conferences gibt es diesen gewaltigen Unterschied also nicht, es kristallisieren sich in diesen Bereichen sogar eher Tendenzen in Richtung eines stärkeren Westens.

Doch was sind die Ursachen für diese großen Bilanzunterschiede auf den verschiedenen Seiten des Kontinents?

Zum einen gibt es in der Eastern Conference lediglich ein bekennendes Rebuildteam, nachdem das Experiment mit Free Agent Neuzugang Gilbert Areans auf der Point Guard Position misslungen ist und er recht schnell das Team wieder verlassen hat, ging es wieder auf die Jagd nach einem Toppick für die Bucks.

Im Westen hingegen gibt es ein halbes Dutzend Teams, die sich um die besten Chancen auf Davis, Lillard und Green streiten. Möglichst wenige Siege, erhöhen dafür die Wahrscheinlichkeiten deutlich.

Weitere Ursachen dieser Schieflage, sind in der Vergangenheit zu finden. Beispielsweise das Lotteryglück des letzten Drafts, vor der Lottery wären die Picks 1,2 und 4 in den Westen gewandert, so würden Kawhi und Kyrie normalerweise nun in einer anderen Conference spielen. Die Lottery hingegen spülte die Raptors und Pistons auf die beiden besten Positionen, so kam es, dass beide Topspieler nun im Osten auf Korbjagd gehen.

Betrachtet man weitere Drafts der Vergangenheit fällt auf, dass seit 2007 jeder First Pick an den Osten ging. 2007 Kevin Durant, 2008 Westbrook, 2009 Curry, 2010 George und 2011 Kawhi Leonard, mit diesen Spielern ist selbstverständlich der ein oder andere Sieg mehr zu Erwarten. Der letzte First Pick aus dem Westen ging 2006 an die Lakers, die damals Brandon Roy pickten, der mittlerweile seine Brötchen in Oakland verdient.

Insgesamt gingen 2/3 der Top 3 Picks seit 2007 an den Osten. Die heutige Schieflage lässt sich dadurch einfach erklären, in den vorangegangenen Spielzeiten waren einfach deutlich mehr Ostteams im Rebuild und ein Großteil davon, hat diesen bereits abgeschlossen. Es spielt somit im Moment deutlich mehr Talent im Osten, zumindest in der Breite. Der Draft 2012 sollte dahingehend eine Wende einleiten, höchstens die Lottery spuckt dem Westen wieder in die Suppe, aber unter normalen Umständen sollten Anthony Davis und Damian Lillard in der kommenden Saison in der Western Conference auflaufen und den großen Unterschied in den Bilanzen etwas geringer werden lassen.



RE: L.A.Times - TifosiUltra - 13.06.2019

Gut auf den Punkt gebracht, hat Spass gemacht zu lesen - Danke Leipoldinho!
Denke auch, das nach dem diesjährigen Draft sich die Verhätlnisse wieder etwas verschieben können.
Mit Davis und Lillard sind klassische Franchise-Player dabei.


RE: L.A.Times - maninred - 13.06.2019

Gut geschrieben und sehr interessant zugleich. Bin gespannt wie es in den kommenden Spielzeiten aussieht.


RE: L.A.Times - acidflash - 13.06.2019

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